Long Covid & ME/CFS: Neue Impulse für Weiterbildung & fachlichen Austausch

Long Covid & ME/CFS: Neue Impulse für Weiterbildung & fachlichen Austausch

Die FHNW baut ihr Angebot zu Long Covid und ME/CFS aus: Neues Forum und bewährtes Fachseminar fördern Wissen, Austausch und Vernetzung.

Im Bereich Long Covid und ME/CFS tut sich derzeit einiges: Neben der Forschung werden auch Fortbildungs- und Austauschangebote ausgebaut, um aktuelles Wissen für Fachpersonen, Betroffene und Angehörige zugänglich zu machen. Zwei neue bzw. weitergeführte Angebote der FHNW tragen dazu bei, die fachliche Auseinandersetzung mit diesen komplexen Erkrankungen zu vertiefen. Beide sind in deutscher Sprache und online zugänglich.

So wird im Herbst 2026 erneut das vierteilige Online-Fachseminar „Long Covid & ME/CFS: Verstehen und interdisziplinär fachlich adäquat begleiten” durchgeführt. Die Weiterbildung vermittelt praxisnahes Grundlagen- und Fachwissen für Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheitswesen, Bildung, Psychotherapie, Sozialversicherungen und weiteren angrenzenden Bereichen. Thematisiert werden unter anderem medizinische Grundlagen, Pacing, psychologische und psychosoziale Perspektiven, sozialversicherungsrechtliche Fragen sowie die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den sozialen Folgen von Long Covid und ME/CFS, Fragen der Arbeits(re)integration sowie methodischen Ansätzen in der psychosozialen Beratung. Auch Betroffene und Angehörige sind willkommen.

Die FHNW lanciert zudem das „Forum Long Covid und ME/CFS”. Das kompakte deutschsprachige Online-Format greift künftig etwa zweimal jährlich aktuelle Entwicklungen und fachliche Kontroversen auf. Die erste Veranstaltung findet am 26. November 2026 statt. Zu Gast ist Dr. med. Katrin Bopp vom Universitätsspital Basel. Sie wird ihr multimodales und interprofessionelles Behandlungskonzept vorstellen. Im anschließenden Gespräch werden Chancen, Grenzen und praktische Erfahrungen gemeinsam reflektiert und diskutiert.

Im Fokus des ersten Forums stehen nervensystemorientierte beziehungsweise neuroplastische Ansätze. Diese gewinnen derzeit zunehmend an Bedeutung, werden jedoch unterschiedlich bewertet und eingeordnet. Gerade weil die Diskussion darüber teilweise kontrovers geführt wird, möchte das Forum einen differenzierten und respektvollen Rahmen schaffen, um aktuelle Erkenntnisse, klinische Erfahrungen sowie Potenziale und Grenzen dieser Ansätze gemeinsam zu beleuchten.

Hinter beiden Angeboten steht auch ein persönliches Anliegen von Programmleiterin Dr. Cornelia Rüegger. Im Interview zur Lancierung des Forums betont sie, wie wichtig es ist, Betroffene ernst zu nehmen und Long Covid sowie ME/CFS in ihrer gesamten medizinischen und sozialen Komplexität zu verstehen. Ebenso setzt sie sich dafür ein, dass Betroffene Zugang zu einer bedarfsgerechten, interdisziplinären Begleitung und sozialen Absicherung erhalten.

 

Das vollständige Interview finden Sie hier:
«Long Covid und ME/CFS: Weiterbildung ist dringend nötig!»

 

Weitere Informationen und Anmeldung: